|
|
|
Buchtipp Von
Alfred Keil Paul Pfeffer Regional-KrimiSelbst wer für gewöhnlich keine Krimis liest, wird dieses Buch womöglich verschlingen. Denn es ist in einer Sprache verfasst, die entschädigt für die Flut von so genannten Thrillern, die äußerst mittelmäßig aus dem Amerikanischen übersetzt werden. Die Prosa Paul Pfeffers, der zunächst als Lyriker bekannt wurde, ist griffig, ohne Effekthascherei. Und der Autor versteht etwas von den beiden großen menschlichen Rassen: von den Männern und den Frauen. Stilsicher fängt er den wunderbaren Augenblick ein, in dem Mann und Frau einmal keinen Rosenkrieg führen, sondern einander sogar die Angst vor dem Sterben nehmen. Der Autor riskiert eine Menge, denn sein (Regional-)Krimi spielt in dem kleinen Taunus-Städtchen, in dem er seit 20 Jahren mit seiner Familie lebt: in Kelkheim. In Kelkheim hat es eine Reihe von Fleischvergütungen gegeben. Auch Oberkommissar Jenisch wäre beinahe an dem Jägerschnitzel gestorben, das ihm bei Onkel Herbert, dem Wirt des Gasthofs "Zum Feldberg", serviert wurde. Und nun lässt Paul Pfeffer die Archetypen seiner Nachbarschaft aufeinander los. |