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Buchtipp Von
Alfred Keil Louise
Erdrich - "Die Rübenkönigin" Gleich bei "buecher.de" bestellen! Roman Wer könnte besser geeignet sein, über die heutigen Indianer zu schreiben, als jemand, dessen Eltern aus beiden Kulturen stammen? Louise Erdrichs Vater kommt aus Deutschland, ihre Mutter ist eine Chippewa. Den Insidern ist die inzwischen 54-Jährige schon lange bekannt. Hier geht es um die schicksalhaften Verstrickungen einer amerikanischen und einer indianischen Familie, kulturell entwurzelt beide. Bei den Chippewas gibt es einen querschnittsgelähmten Kriegshelden, den beide Seiten gerne vorzeigen. Eines Tages gewinnt er seinen Humor zurück und stirbt, mit einem Lächeln im Gesicht, während eines Festzuges. Von all dieser Zerrissenheit scheint die Autorin nicht betroffen zu sein. Ihr Roman ist von einem wunderbaren Gleichgewicht, das den Leser wieder versöhnt und beruhigt. Die Helden des Buchs sind Frauen. Frauen, die in kein Korsett passen. Eine, die gerade ein Kind zur Welt gebracht hat, setzt sich zu einem Kunstflieger in ein Sportflugzeug und verschwindet einfach. Zwei Generationen später macht es ihr die Titelheldin nach: die Rübenkönigin, die Dot Adare heißt und eine einzige Landplage ist, der aber die Erwachsenen zu Füßen liegen. |