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Buchtipp Von
Alfred Keil Jón
Kalmann Stefánsson - „Himmel und Hölle“ Gleich bei "buecher.de" bestellen! Himmel und Hölle Dieses Buch muss man ganz langsam lesen, denn jeder Nebensatz ist mit Sinn angefüllt wie eine Gedichtzeile. Die Übersetzung aus dem Isländischen von Karl-Ludwig Wetzig ist kongenial. Ein Übersetzer muss selber ein Dichter sein, sonst macht er ein Buch kaputt. Worte und Wörter können Gewehrschüsse sein und auch Takte einer fernen Geigenmusik. Bardur und der Junge gehören zur Mannschaft eines Fischerbootes. Sie lesen „Das verlorene Paradies“ von John Milton, und draußen in der Schwärze der unruhigen See zitieren sie daraus. Bevor sie losfahren, geht Bardur in die Hütte zurück, um sich eine weitere Zeile aus dem Buch einzuprägen für unterwegs. Als er endlich zu den anderen ins Boot springt, hat er seinen wetterfesten Anorak vergessen. Böses Wetter kommt auf – und Bardur erfriert. „Poesie zu lesen, ist lebensgefährlich.“ Nach dieser Fahrt ist der Junge kein Junge mehr. Er verlässt die Crew und geht in den Schneesturm hinaus. Obwohl er sterben und dem Freund folgen will, besiegt er den weißen Tod. Und als er wieder unter Menschen kommt, nehmen sich zwei Frauen seiner an. Sie drängen den Tod in die Vergessenheit. |