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Buchtipp
Von
Alfred Keil
(06441) 959595
a.keil@mittelhessen.de

Rüdiger
Geis: ". . . dann wirf den ersten Stein. Herborn-Sinn-Krimi"
Schardt Verlag Oldenburg
ISBN 978-3-89841-459-3
€ 12,80
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Karl
und Heinrich waren unzertrennliche Freunde, sie spielten in derselben Fußballmannschaft,
sie hatten auch denselben Geschmack. Deshalb verliebten sie sich in
dasselbe Mädchen. Die böse Saat ist gesät. Aber es vergehen
Jahrzehnte, bis sie, für alle sichtbar, aufgeht.
Karl geht dem Freund aus dem Weg. 20 Jahre hält er sich im kanadischen
Wilden Westen auf. Doch als er wieder nach Hause kommt geschieht das
Unfassbare: Er erschießt sich. Oder ist es Mord?
Nun überschlagen sich die Ereignisse. Gerüchte sind im Umlauf. Eine
junge Jugendpflegerin, die den Toten "Onkel Karl" nennt,
ermittelt. Und schnell erfährt sie, dass sie in die Geschichte
verstrickt ist, zumal sie Karls gesamte Habe erbt.
All das geschieht in Herborn und Sinn. Dieser so genannte Regionalkrimi
stammt aus der Feder des Journalisten Rüdiger Geis, der in Sinn zu
Hause ist. Geis, der lange Jahre in der Nachrichten-Redaktion der
Wetzlarer Neuen Zeitung arbeitete und heute in Gießen seine Brötchen
verdient, beherrscht sein Metier. Seine Sprache ist wie eine Kette: Ein
Glied greift ins andere. Keine Stolperer, keine Ungenauigkeiten. Die Erzählung
fließt wie stilles Wasser und dann wieder wie ein reißender
Gebirgsbach.
Der Stoff ist nicht ganz neu. Rüdiger Geis hat ihn nämlich schon
einmal verfilmt. Premiere war 2005 in Dillenburg. Nun hat er das
Drehbuch zu einem gelungenen Roman umgeschrieben.
Nicht jeder Krimi im Fernsehen ist so spannend wie dieser
Herborn-Sinn-Krimi ". . . dann wirf den ersten Stein".
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