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Der zwölfte Tag 28. September |
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Ich war dann 'mal kurz weg Also - Am Mittwochmorgen fuhr ich los Richtung Flughafen Hahn. Um 9.20 Uhr ging mein Flieger. Um 11.30 war ich in Santiago de Compostela. Nur eine Handvoll Leute (Freddy Weis, Moso Schäfer, die beiden ULP-Frauen und zwei, drei andere) waren eingeweiht in dieses Vorhaben. Die Busecker MTB-Kumpels, mit denen ich am Dienstagabend noch durch Schiffenberg und Bergwerkswald gehetzt bin, sind jetzt, da sie diese Zeilen lesen, sicher ziemlich überrascht. Als ich das Terminal verließ, stand Marianne, die ULP-Frau, die sich in Spanien um alles Drumherum - Gepäck-/Bustransfer, Quartierbelegung/-abwicklung u.v.m - kümmert, mit dem Bus (inkl. Anhänger) bereit, um mich abzuholen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank, Marianne! Während die Jakobsradler noch mit dem Rad unterwegs waren, hatte ich der Kathedrale, dem Ziel aller Jakobspilger, zu denen ich mich natürlich nicht zählen darf, schon den ersten Besuch abgestattet. Auf meinem Weg zurück zum Hotel entdeckte ich die Busecker Jakobsradler, die gerade eingetroffen und auf dem Weg zur Kathedrale waren. Das Hotel konnte zunächst einmal warten. Als deren "Camino-Reporter" hatte ich mir vorgenommen, sie direkt an Ort und Stelle zu begrüßen. Gleichzeitig hatte ich mir selbst mit dem Besuch dieser beeindruckenden Stadt einen großen Wunsch erfüllt - wieder eine Welterbestätte mehr. Freddy und Susi hatten es ja bereits vorausgesagt: Auf dem stimmungsvollen großen Platz vor der prächtigen Barockfassade der (im übrigen romanischen) Kathedrale waren die sieben Akteure und ihre "Guidin" Franzi (oder wie nennt man einen weiblichen Guide?) sichtlich ergriffen, als sie sich wechselseitig zu ihrer gemeinsamen großen Leistung beglückwünschten. Nach 900 Entfernungskilometern und 12000 Höhenmetern verdienen sie höchste Anerkennung. Um zwölf Tage lang - Tag für Tag - im Durchschnitt täglich schwere 75 km mit jeweils 1000 Höhenmetern zurückzulegen, muss man schon ein verdammt harter Hund bzw. "eine verdammt harte Hündin" sein. Die haben bwiesen, dass sie sich durchbeißen können.
Und es ist noch nicht zu Ende. Während ich diese Zeilen schreibe, werden sie längst Kap Finisterre ("Ende der Welt") an der spanischen Atlantikküste erreicht haben (Strecke: ca. 90 km - ? Höhenmeter). Schließlich muss ich noch erwähnen, dass die Stimmung der Gruppe nach wie vor - ohne jegliche Einschränkung - ausgezeichnet ist, was bei einem solchen Unternehmen ganz sicher keine Selbstverständlichkeit ist. Da ich am Mittwoch und am Donnerstag ausgiebig fotografiert habe, gibt's von diesen beiden Tagen ein paar Bilder mehr. |