Der neunte Tag

25. September

Die Jakobsradler berichten:

Strecke: 56 km , 905 Höhenmeter, Fahrzeit: 3:52 Std..

Start um 9.00 Uhr in Astorga. Wetter gut, Temperatur bis 33° C mittags.

"Der Camino führt uns heute von Astorga aus über El Ganso, Rabanal del Camino  auf den Cruz de Ferro, ein kleines Eisenkreuz, das auf einem Baumstamm montiert ist. Es markiert am Monte Irago in den Montes de León den mit 1500 Metern höchsten Punkt des spanischen Jakobswegs. Wir schrauben uns langsam und schnaufend hinauf, und wie viele Pilger vor uns legen wir einen mitgebrachten Stein dort ab. Dieser Stein steht für alles, was unser Leben belastet und unser Gewissen bedrängt. Danach geht es bergab auf traumhaften Super-Single-Trails über El Acebo und Molinaseca nach Ponferrada. Die Trails sind knallhart, super lang, super schön, mit einer Aussicht – das können Bilder nicht wiedergeben. 

Auf dem Weg zum Cruz de Ferro machen wir einen Pflichthalt in der Bar beim Cowboy in El Ganso.

Nachdem wir in Ponferrada angekommen sind machen wir uns schnell frisch und mit dem ULP-Tour-Bus auf den Weg zu den Los Médulas. Das war noch die "Tageskrönung" - beeindruckend, diese Landschaft. In unseren Bildern nicht wiederzugeben, was wir hier erleben."

Eindruck des Tages: Schöne Berge und traumhafte Single-Trails.

Motivationsspruch des heutigen Tages von Franzi:

"Eine Pilgerreise war und ist ein soziales Ereignis; sie führt zu Begegnungen und Austausch zwischen Menschen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Unabhängig von Alter und Herkunft machen sich viele auf den Weg, allein oder in einer Gruppe."

Spruch des Tages von Willi:

"Vielleicht haben wir ja Glück, und die Ampel schaltet nicht auf grün." (Zum Beginn der Fahrt, noch in Astorga, vor einer Ampel, die auf Rot geschaltet war)

Durch die vielen Pilger am Jakobsweg haben die kleinen Dörfchen mit ihren Herbergen und Gaststätten ihr Auskommen.

"Heute über 200 Bilder gemacht, und es fällt immer schwerer, eine Auswahl zu treffen."

"Buen Camino - Susi  und Freddy"