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Mittwoch, 28. August 2011, 11.30 Uhr - Der Kurztrip in die Pilgerstadt begann mit meiner Ankunft auf dem Aeropuerto de Santiago de Compostela. Marianne von ULP-Tours ...

... holte mich ab. In der Stadt dauerte es dann rund eine Stunde, bis ein Parkplatz für den Bus samt Anhänger gefunden war. Für Marianne gehörte das bereits zum Alltagsgeschäft. Also - es empfiehlt sich, das Etappenziel stets in einer kleinen Ortschaft, jedenfalls nicht in einer größeren Stadt zu suchen, wenn man eine solche Fernfahrt mit Fahrzeugbegleitung unternimmt. Beim Zielort Santiago muss man natürlich eine Ausnahme machen. Als der Parkplatz endlich gefunden war, bot sich mir ein Ambiente, wie ich es kenne, wenn ich im Norden von Frankfurt/Main vom Auto in die U-Bahn umsteige, um in die Innenstadt zu gelangen. Keine Spur von Weltkulturerbe.

Zu Fuß näherten wir uns der Altstadt. Die erste Kirche, die vor mir auftauschte, war die Kirche San Francisco - und schon wurde ich konfrontiert mit der galicischen Sprache, die hier neben Spanisch die zweite Amtssprache ist und sehr nah verwandt ist mit Portugiesisch, nicht verwunderlich angesichts der Nähe zu Portugal. "Kirche" heißt auf Spanisch "Iglesia". auf Galicisch "Igrexa" und auf Portugiesisch "Igreja", "Platz" heißt auf Spanisch "Plaza", auf Galicisch "Praza" und auf Portugiesisch "Praça".

Dieses Sträßchen sieht auf dem Foto nicht so steil aus, wie es tatsächlich ist. Mariannes Kommentar: "So steil ist's hier in jeder Stadt."

Ich folgte dem unverwechselbaren Hut ...

... von Marianne, der mich zielstrebig - am Ostrand der Altstadt entlang - ...

... zu unserem Hotel führte, von dessen äußerem Erscheinungsbild man sich nicht täuschen lassen darf. Bei meinem nächsten Aufenthalt in dieser Stadt werde ich ganz sicher wieder dort nächtigen - Hotel Bonaval - schöne Zimmer, alles tiptop gepflegt, netter Service, gutes Frühstück, was will man mehr? Die Kathedrale ist ca. 10 Gehminuten entfernt.

In unmittelbarer Nähe des Hotels befindet sich die weitläufige Kloster- und ...

... Parkanlage Santo Domingo de Bonaval, die u.a. das ...

... Museo del Pueblo Gallego, also das Galicische Volksmuseum, beherbergt. ...

Ich habe es nicht besucht - keine Zeit.

An der Porta do Camino tauchte ich in das Gassenlabyrinth der Altstadt - auf der Suche nach dem schnellsten und kürzesten Weg zur Kathedrale.

Die einheimische Bevölkerung unterscheidet sich äußerlich nicht wesentlich von uns Mitteleuropäern, ...

... vor allem dann nicht, wenn es gerade geregnet hat.

Ich näherte mich der Kathedrale von hinten. Als ich die große von einer einzigartigen Stimmung geprägte Praza de la Quintana, laut Knaurs Kulturführer Spanien (1981) einer der eindrucksvollsten Plätze der Welt, betrat, ...

... erblickte ich also zunächst den rückwärtigen Teil des gewaltigen Gebäudekomplexes. In diesem ...

... Bereich befindet sich u.a. ...

... die berühmte im Jahr 1611 geschaffene Puerta Santa, das Heilige Tor, das nur in den Jahren geöffnet ist, in denen der 25. Juli, der Todestag des von Jakobus, ein Sonntag ist. Man nennt sie auch das Tor der 27 Weisen - nach den Skulpturen, die um die Pforte herum angeordnet sind, oben Jakobus mit seinen Schülern Athanasius und Theodorus, ...

links zwölf jeweils paarweise angeordnete Figuren, ...

... rechts noch einmal sechs Paare, sämtlich geschaffen im 12. Jahrhundert von Meister Mateo. Die Skulpturen, ...

... die rund 450 Jahre älter sind als die Pforte, waren ursprünglich für einen anderen Zweck geschaffen worden. Es lohnt sich, ...

... sich dieses einzigartige mehr als 800 Jahre alte Meisterwerk genau zu betrachten.

Unmittelbar nach dem Betreten der Kathedrale war ich erst einmal, wie wohl jeder Besucher, zutiefst beeindruckt von der erhabenen Größe und der Pracht des Kircheninneren. ...

... Es ist ein Mix der ...

... romanischen Architektur einerseits ...

... und der prunkvollen Barockausstattung, insbesondere des eindrucksvollen Hochaltars, andererseits.

An exponierter Stelle im Chorraum sitzt ...

... Maria Salomé, die Mutter von Jakobus.

Capilla del Pilar 1695-1711)

Capilla de Mondragón (1521)

Capilla del Salvador

Capilla de San Bartolomé (1521)

Capilla de Nuestra Señora de la Concepción

Capilla del Espíritu Santo

Capilla de San Antonio

Tympanon des linken Teils der Portada de Platerias (1103-1111)
Die Bildbeschreibungen folgen nach und nach.