Hier geht's zum Tour-Video von Michael "Moso" Schäfer - 1:54 Std.
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Santiago-Impressionen
28. September 2011
29. September 2011

14 Tage Camino Francés mit dem Rad
Alfred Weis, der in seiner Freizeit oft auf dem Rad sitzt, hauptsächlich auf dem Mountainbike, hat sehr oft gute Ideen. Bei ihm kommt erschwerend hinzu, dass er das, was er sich ausgedacht hat, stets in die Tat umsetzt. So war es auch gewesen, als er im Jahr 2009 zusammen mit seinen MTB-Freunden auf dem Rad die Alpen überquert hatte (von Garmisch zum Gardasee). Kaum war das vollbracht, befasste er sich mit einem neuen Plan: Jakobsweg mit dem Fahrrad.

Die Iberische Halbinsel mit Spanien und Portugal ist flächenmäßig nahezu doppelt so groß wie Deutschland. Die blaue Umrandung auf der großen Karte (links) kenn-zeichnet die Region, in der der Camino Francés verläuft, von St.-Jean-Pied-de-Port in den französchen Pyrenäen bis über Santiago de Compostela hinaus zum Cabo Finisterre, der Landspitze im äußersten Nordwesten von Spanien, in Galicien. Klicken Sie die Übersichtskarte (oben) an, um sich einen großformatigen Überblick mit einer Detail-Darstellung aller 13 Streckenabschnitte zu verschaffen.

Und dann war es soweit!

Eine Gruppe mit sieben Teilnehmern, sechs Männern und einer Frau, überwiegend Busecker, darunter die Bergkönig-Organisatoren Alfred Weis und Michael Schäfer, befuhr den klassischen Jakobsweg, den Camino Francés, am Stück mit dem Mountainbike. Sie vertrauten dabei auf die bewährte professionelle Unterstützung des auf Radtouren spezialisierten Veranstalters ULPtours, mit dem die Busecker Alpenüberquerer bereits zwei Jahre zuvor gute Erfahrungen gemacht hatten.

"Wir sind dann 'mal weg!" So oder so ähnlich verabschiedeten am Abend des 15. September 2011. Mit dem Bus von ULPtours ging's nonstop rund 1450 km gen Südwesten über Frankfurt, Saarbrücken, Metz, Paris, Bordeaux in die Pyrenäen zum Ausgangspunkt St.-Jean-Pied-de-Port. Dort begann am 17. September das Radabenteuer - geführt von einem weiblichen ULPtours-Guide. Von nun an mussten sich die Busecker Radpilger auf ihre körperliche Fitness und auf ihr Material verlassen.

Camino Francés - das heißt auf deutsch "Franzosen-Pfad". Dieser Name hat seinen Ursprung darin, dass die nordspanischen Herrscher seit dem 11. Jahrhundert mit allen möglichen Vergünstigungen Leute aus Frankreich anlockten, damit diese die damals bereits sehr bedeutende zwischen den Pyrenäen und Galicien verlaufende Verkehrsachse besiedeln. Auf diese "Franzosen" bezieht sich der Name.

14 Etappen waren zu absolvieren. Nach 12 Etappen erreichten sie zwar schon das Ziel Santiago de Compostela. Das war ihnen aber nicht genug. Die 13. Etappe führte sie von Santiago weiter nach Westen zum Cabo Finisterre, einer von Atlantikwellen umspülten Landspitze. Damit hatten sie eine Radfahrstrecke von sage und schreibe rund 1000 km zurückgelegt. Dass das alles wahrlich kein Zuckerschlecken war, erkennt man spätestens dann, wenn man erfährt, dass auf der Tour mehr als fast 15 000 Höhenmeter zu überwinden waren. Nachdem sie noch einen Besichtigungs- und Erholungstag in Santiago verbracht hatten, traten sie die Rückreise über 2150 km an. Am 2. Oktober waren sie wieder zuhause - wohlbehalten, glücklich und mit eine Rucksack voller unvergesslicher Erlebnisse.

Acht Welterbestätten

Auf dem Jakobsweg bzw. in unmittelbarer Nähe davon trifft man auf unzählige kulturelle Highlights, darunter allein acht von der UNESCO als solche "geadelte" Welterbestätten, nämlich

Der Plan, dass wir täglich einen aktuellen Bericht und aktuelle Fotos erhalten, die wir hier umgehend publizieren, wurde perfekt umgesetzt. Unsere Leser wurden stets zeitnah über den Verlauf der Reise auf dem laufenden gehalten. Auch mein Blitzbesuch in Santiago de Compostela funktionierte einwandfrei.
 
     
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